Kategorie: IT-Betrieb › Wartung & Patchmanagement
Version: 1.0
Erstellt: Juni 2026
Verantwortlich: IT-Abteilung, NSI e.V.
Zielsetzung
Dieses Dokument definiert den Wartungs- und Patchprozess für die Anwendung NSI-Events und deren Infrastrukturkomponenten. Ziel ist die Sicherstellung eines sicheren, stabilen und nachvollziehbar gewarteten Betriebs.
Wartungsumfang
Komponente | Wartungsgegenstand |
|---|---|
Windows Server | Betriebssystem-Sicherheitsupdates, kumulative Updates |
Java Runtime Environment | Sicherheitsupdates, Versionsupgrades |
Eclipse Jetty | Sicherheitsupdates, Konfigurationsanpassungen |
SQL Server Express | Sicherheitsupdates, kumulative Updates |
NSI-Events Anwendung | Anwendungsupdates, Konfigurationsänderungen |
Wartungszyklus
Intervall | Maßnahme |
|---|---|
Monatlich | Sicherheitsupdates für Betriebssystem, Java, SQL Server und Jetty prüfen und einspielen |
Quartalsweise | Überprüfung der Jetty-Konfiguration und Logdateien |
Jährlich | Wiederherstellungstest gemäß Notfallhandbuch |
Bei Bedarf | Anwendungsupdates (WAR-Deployment), Konfigurationsänderungen |
Ablauf einer planmäßigen Wartung
Phase 1: Vorbereitung
Vor jeder Wartung sind folgende Schritte durchzuführen:
Backup erstellen und verifizieren
Sicherungsgegenstand | Prüfung |
|---|---|
SQL-Datenbank | Vollsicherung erstellt und Integrität geprüft |
Jetty-Konfiguration ( | Kopie erstellt |
WAR-Datei ( | Kopie der aktuellen Version erstellt |
Anwendungskonfiguration ( | Kopie erstellt |
Wartungsfenster kommunizieren
Betroffene Nutzer sind vorab über den geplanten Wartungszeitraum und die erwartete Nichtverfügbarkeit zu informieren. Die Kommunikation erfolgt per E-Mail oder über das Intranet.
Phase 2: Durchführung
Betriebssystem
Verfügbare Sicherheitsupdates prüfen (Windows Update / WSUS).
Updates installieren.
Neustart durchführen, falls erforderlich.
Prüfen, ob alle Dienste nach dem Neustart korrekt laufen.
SQL Server
SQL-Server-Dienst prüfen:
powershell
Get-Service MSSQL*Verfügbare Updates installieren.
Datenbankintegrität prüfen:
sql
DBCC CHECKDB ('NSI_Events') WITH NO_INFOMSGS;Java Runtime Environment
Aktuelle installierte Version prüfen:
powershell
java -versionAuf verfügbare Sicherheitsupdates prüfen (Oracle / Adoptium).
Update installieren, falls verfügbar.
Jetty Application Server
Logdateien unter
C:\jetty\logsauf Auffälligkeiten sichten.Konfigurationsdateien auf unbeabsichtigte Änderungen prüfen.
Falls ein Jetty-Update erforderlich ist: neue Version installieren, bestehende Konfiguration übernehmen, Anwendung neu deployen.
NSI-Events Anwendung
Falls ein Anwendungsupdate vorliegt: neue WAR-Datei in
C:\jetty\webappsbereitstellen.Jetty neu starten.
Phase 3: Nachkontrolle
Technische Prüfungen
powershell
# Java-Prozess aktiv
Get-Process java
# Port aktiv
netstat -ano | findstr 8083
# SQL-Dienst aktiv
Get-Service MSSQL*
# Jetty-Dienst aktiv
Get-Service jettyFunktionale Prüfungen
Prüfung | Vorgehen | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|---|
Anwendung erreichbar |
| Startseite wird angezeigt |
Anmeldung möglich | Login mit Testbenutzer | Erfolgreiche Anmeldung |
Datenbankzugriff | Veranstaltungsdaten aufrufen | Daten werden korrekt angezeigt |
Kernfunktionen | Veranstaltung anlegen, bearbeiten, löschen | Operationen erfolgreich |
Wartungsdokumentation
Jede durchgeführte Wartung ist zu dokumentieren. Folgende Angaben sind festzuhalten:
Feld | Beschreibung |
|---|---|
Datum | Datum der Wartung |
Durchgeführt von | Name des verantwortlichen Mitarbeiters |
Wartungsfenster | Beginn und Ende der Nichtverfügbarkeit |
Durchgeführte Maßnahmen | Installierte Updates, Konfigurationsänderungen, sonstige Maßnahmen |
Auffälligkeiten | Festgestellte Probleme, unerwartetes Verhalten |
Nachkontrolle bestanden | Ja / Nein (bei Nein: Maßnahmen dokumentieren) |
Freigabe | Freigabe durch IT-Leitung |
Quellen für Sicherheitsupdates
Komponente | Quelle |
|---|---|
Windows Server | Microsoft Update Catalog / WSUS |
SQL Server Express | |
Java Runtime (Adoptium) | |
Java Runtime (Oracle) | |
Eclipse Jetty |
Notfallpatching
Bei Bekanntwerden kritischer Sicherheitslücken (CVSS ≥ 7.0) außerhalb des regulären Wartungszyklus gilt:
Sofortige Bewertung der Relevanz für die NSI-Events-Infrastruktur.
Bei Betroffenheit: Patch innerhalb von 14 Tagen einspielen.
Bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen (Zero-Day): sofortige Maßnahmen einleiten, ggf. temporäre Abschaltung oder Netzwerkisolierung.
Dokumentation analog zum regulären Wartungsprozess.